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Kirchenkreis bleibt im „Bündnis gegen Rechts“

Klärendes Gespräch hat stattgefunden

Trafen sich zum Gespräch im Haus der Evangelischen Kirche: (v. l.) Erik Friede, Fiona Höpfl, Nanthiny Rajamannan und Superintendent Volker Neuhoff; nicht im Bild Volker Kohlschmidt. FOTO: EV. JUGEND

Paderborn. Vertreterinnen und Vertreter des Paderborner Bündnisses gegen Rechts (BgR) und des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn haben sich zu einem Gespräch über die weitere Zusammenarbeit getroffen. Daran nahmen Nanthiny Rajamannan, Erik Friede und Fiona Höpfl vom „Bündnis gegen Rechts“ sowie der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Volker Neuhoff, und der Leiter des Jugendreferates, Volker Kohlschmidt, teil. Ergebnis des von beiden Seiten als konstruktiv bezeichneten Gespräches ist, dass der Kirchenkreis sich weiter im Bündnis engagieren wird.

Beschlossen wurde zudem, dass sich das Bündnis zukünftig wieder verstärkt auf die Aufklärungs- und Präventionsarbeit konzentriert. Ursprünglich war es von Volker Kohlschmidt im Jahr 2009 mit ins Leben gerufen worden, um mit Jugendlichen vorbeugend gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu arbeiten. Diese Zielsetzung möchte Kohlschmidt durch sein Engagement im Bündnis wieder mehr einbringen. Das BgR ist ein Zusammenschluss von Jugendorganisationen der SPD, Grünen und Linken, des DGB und Evangelischen Kirchenkreises Paderborn sowie der antifa und des ASTA der Universität Paderborn. Es ist an Schulen präsent und setzt bei seiner Aufklärungsarbeit auf jugendgemäße Aktionen und Protestformen.

Hintergrund des Gesprächs war der Aufruf des BgR zu einer Gegendemonstration anlässlich einer AfD-Kundgebung am 15. Oktober 2016 in Paderborn. Von diesem Aufruf hatte sich Superintendent Volker Neuhoff distanziert. Neuhoff hatte kritisiert, dass viele Formulierungen nicht den Grundsätzen des Bündnisses entsprächen.

Der Evangelische Kirchenkreis Paderborn ist auch Mitglied im „Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz“. Dieses Bündnis hatte 2007 den Protest gegen einen Aufmarsch von Neonazis in Paderborn organisiert. Im Frühjahr 2016 wurde es von rund 20 Organisationen vor dem Hintergrund der AfD-Kundgebungen in Paderborn wieder aktiviert.